Kultur steht nun auch auf Lukaschenkos schwarzer Liste

Während nach dem 19. Dezember vor allem politische und zivilgesellschaftliche Akteure im Blick des KGB und der Justiz standen, haben die Repressionen jetzt auch die Kultur erreicht: Im Land kursiert eine Liste von 57 Künstlern, die Auftrittsverbot haben und in den staatlichen Medien nicht mehr genannt werden dürfen.

Aufgeführt sind bekannte Bands wie N.R.M., Krambambulja, Lyapis Trubeckoi oder das Theaterprojekt „Belarus Free Theatre“. Auch der Song-Schreiber Zmicier Wajzjukjewytsch, ein enger Freund des Dichters Uladzimier Njakljaeu, der bei den Präsidentschaftswahlen 2010 antrat, dann am Wahlabend von Sicherheitskräften zusammengeschlagen und ins KGB-Gefängnis verschleppt wurde. Überraschenderweise stehen auch internationale Künstler auf der Liste wie die russische Band „DDT“ oder die amerikanischen Schauspieler Jude Law und Kevin Spacy.
Obwohl die „Spisok“ (Liste) mit keinen offiziellem amtlichen Stempel versehen ist, häufen sich die Anzeichen, dass es sich um eine schwarze Liste handelt. Von einigen Bands wurden alle Konzerte in den letzten Wochen abgesagt, viele Stücke dürfen nicht mehr im Radio gespielt werden, zu „negativ seien diese auf die normale Entwicklung und Sozialisation der Jungend“. Viele der gelisteten weißrussischen Musiker und Bands standen bis 2007 bereits unter einem inoffiziellen Auftrittsverbot.

Siehe ausführlichen Artikel von Ingo Petz zu diesem Thema:
href=“http://www.sueddeutsche.de/kultur/schwarze-liste-in-weissrussland-kultur-unerwuenscht-1.1078547″>

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