Prag gewährt Michalewitsch politisches Asyl

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Ales Michalewitsch, der in Minsk vom 19. Dezember 2010 bis 19. Februar 2011 in Haft war, ist nach Prag geflohen. Bereits am 17.03.2011 befürwortete der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg in einem Interview mit der Zeitung Právo, einen Asylantrag von Mckhalewitsch. Am darauf folgenden Tag bestätigte ein Sprecher des tschechischen Außenministeriums, dass Michalewitsch offiziell politisches Asyl beantragt habe. Am 23. Maerz wurde ihm dieses gewährt. Dies wurde auch vom tschechischen Botschafter in Belarus bestätigt. Nachdem Michalewitsch – wie er in seinem Blog mitgeteilt hatte – aus der Reichweite des Geheimdienstes KGB geflohen war, kündigte der Generalstaatsanwalt Wasilewitsch in Minsk an, man prüfe, ein Auslieferungsantrag an die tschechischen Behörden zu stellen.
Michalewitsch hatte zuvor in einem Brief an den Generalstaatsanwalt appelliert, den Foltervorwürfen nachzugehen und der Rechtlosigkeit in dem KGB-Gefängnis im Zentrum von Minsk ein Ende zu bereiten. Das Büro des Generalstaatsanwaltes ließ daraufhin verlauten, dass es eine geschriebene Erklärung nicht akzeptiere und forderte Michalewitsch auf, den Ermittlern in Minsk persönlich Rede und Antwort zu stehen, damit ein Untersuchungsverfahren eingeleitet werden kann.

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